Norden to go
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Auf dem Kriegspfad

Erol Sander spielt Winnetou
Eva Habermann spielt Kitty

Die US-Kavallerie ist im Stress: Gerade noch hat sie auf der Freilichtbühne in Bad Segeberg wild gedroht, die Indianer zu jagen. Mit wildem Galopp geht es zurück hinter die Bühne. Dort ziehen sich die uniformierten Reiter um und verwandeln sich ausgerechnet in Indianer vom Stamm der Comanchen. Und wieder raus auf die Bühne. Müssen sie sich nun selbst jagen ...? Nein, das müssen sie natürlich nicht. Ist doch alles nur Spiel. Und zwar ein ziemlich gutes. Seit dem 26. Juni zeigen die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg „Halbblut“, eine wilde Inszenierung mit Indianern, Pferden, einem Nasenbären und natürlich Winnetou und Old Shatterhand.

„Halbblut“ spielt um 1870, als die weißen Siedler den Wilden Westen erobern und auf Goldsuche gehen. Eine Eisenbahnstrecke wird gebaut, doch der Bau wird immer wieder wegen Explosionen unterbrochen. Steckt das Halbblut Ik Senanda dahinter, der Ziehsohn des kriegerischen Comanchen-Häuptlings Tokvi-Kava? Ik Senanda wurde ins Firwood Camp eingeschleust – und die Saloon-Lady Kitty LaBelle hat sich in ihn verliebt, ohne seine wahre Identität zu kennen. Das passt dem Saloonbesitzer Charles Leveret überhaupt nicht ... Retter in der Not sind natürlich Apachenhäuptling Winnetou und sein Blutsbruder Old Shatterhand, wie könnte es anders sein.

Soweit der Inhalt des Stückes. Der ist ja auch wichtig – aber keine große Überraschung. Viel überraschender sind die vielen Pistolenschüsse, die Eisenbahn, die in einen Schuppen fährt und explodiert, die brennenden Männer, die meterweit durch die Luft geschleudert werden, oder der Einsturz einer Hängebrücke. Darum sei an dieser Stelle bemerkt: Ja, die Karl-May-Spiele sind definitiv für Familien geeignet, aber nein, für kleine oder schreckhafte Kinder sind sie nichts. Und wenn wir schon mal bei den Tipps sind: Auf den Tribünen ist Platz für rund 7.500 Zuschauer. Die Plätze sind nummeriert, das ist ganz entspannt, aber es sind nun mal Holzbänke mit Rückenlehne und ohne Dach. Und da sich weder Pferde noch Indianer vom Regen abhalten lassen, findet jede Vorstellung statt, darum sind Regenzeug und Decke oder Sitzkissen zu empfehlen.

Doch zurück zum Geschehen auf der Bühne. Es gibt einen Mann, der ist dafür verantwortlich, dass die US-Kavallerie so einen Stress mit dem Umziehen hat: Regisseur Donald Kraemer. Gut vier Wochen lang hat er mit den Schauspielern vor der Premiere geprobt. Von Ende Juni bis Anfang September spielen sie 72 Vorstellungen mit mehr als 80 Schauspielern und Komparsen, 25 Pferden, einem Weißkopfadler und einem Nasenbären. Das heißt: Eigentlich sind es ja die drei Nasenbären Efi, Timo und Bärli, die sich die Rolle teilen. Nasenbären gehören zur Gattung der Kleinbären, fressen am liebsten Fleisch und werden in Bad Segeberg mithilfe von Hundeleckerlis dazu gebracht, ihren Job ordentlich zu machen. Der Weißkopfadler Hera wiegt fünf Kilo und hat eine Flügelspannweite von 2,20 Metern. Die Dame spielt bereits ihre fünfte Saison.

 

Die ganze Reportage über die Karl-May-Spiele lesen Sie in der
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Aktuelles

Moin, Moin!

Petershagen, und das soll hier nun unzweifelhaft festgestellt werden, liegt in Nordrhein-Westfalen. Das jedenfalls schrieb uns eine Leserin. Sie kommt von da und muss es wissen. In unserer aktuellen Ausgabe haben wir diesen Ort einfach mal nach Niedersachsen verschoben. Das geht so natürlich nicht. Wir belassen Petershagen da, wo es hingehört und schauen nächstes Mal etwas genauer auf die Karte. Vielen Dank nach Schaumburg an unsere aufmerksame Leserin!


Wieso überhaupt von Petershagen die Rede ist, lesen Sie auf Seite 7 in der neueste Ausgabe von Norden to go. Jetzt im Handel.

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